Freitag, 6. Juni 2008

letzter Eintrag aus Saloniki

Mittlerweile bleibt mir noch eine gute Woche und es ist viel passiert in den letzten Tagen. Einige Erasmusstudenten sind gefahren, allerdings noch niemand von meinen Freunden, so dass ich wohl oder übel die Erste sein wird, die gehen wird. Einerseits gar nicht schlecht, andererseits echt schade, weil ich weiß, dass alle noch mindestens 2 Wochen länger bleiben werden, aber das nützt ja nichts.
In der Schule wird es immer hektischer, nächste Woche steht dann kaum noch Unterricht auf dem Plan, sondern eher Proben für die Abschlussfeier usw.. Gestern war ich mit den 6.Klassen auf einem Ausflug nach Panagitsa um Extremsportarten auszuprobieren, was echt witzig war, aber leider wirds langsam traurig, weil mir viele Leute doch sehr ans Herz gewachsen sind. Morgen gehts dann mit 2 Autos an Strand zum Campen, leider soll das Wetter nicht so gut werden, aber mein letztes Wochenende muss gefeiert werden, bevor der Stress losgeht mit Packen, Dinge besorgen, Unterschriften holen und schließlich Abschied nehmen.
Obwohl mich der Gedanke an den Abschied traurig macht, werde ich die letzte Zeit genießen...

Dienstag, 27. Mai 2008

Die letzten drei Wochen

Die letzten drei Wochen sind angebrochen und nicht nur in der Schule gibt es viel zu tun. Auch der Sprachkurs endet am Freitag und auch unsere WG wird sich bald auflösen, sowie viele andere werden fahren. Zudem kommt, dass das Wetter im Moment bei Temperaturen um die 36 Grad einen des öfteren schon mal zum schwitzen bringt. Gerade die 45 Minuten Bustour zur Schule und zurück jeden Tag bringen einen des öfteren schon mal zum schwitzen. In der Schule geht es in den Endspurt, es stehen noch einige Ausflüge an.
Weil es so warm war, war ich am Wochenende am Strand in Perea, mit dem Bus circa eine Stunde aus dem Stadtzentrum. Obwohl das Wasser nicht sauber war bzw. aussah, trauten, bzw. zwangen wir uns ins Wasser, da es einfach zu warm war. Super, denn danach hatten einige von uns Öl an den Füssen, was aus dem Hafen Thessalonikis kommt, an den Füssen.
Jetzt gehts gleich los zum letzten Mal Sprachkurs, da ich morgen mit der Schule den ganzen Tag unterwegs bin...

Dienstag, 20. Mai 2008

Schulleben

Mir ist aufgefallen, dass ich noch kaum ueber die Schule geschrieben habe. Ich sietze zur Zeit gerade in der Schule und bin eigentlich fertig. Die letzten Wochen waren recht turbulent, es war viel zu tun, ich habe (versucht) Unterrichtseinheiten ueber Deutschland zu machen, Vertreungsunterricht gegeben, war bei verschiedenen Ausfluegen dabei und habe viel hospitiert. Die Schule und das Kollegium sind wirklich toll, es gefaellt mir sehr, nur leider ist die Stimmung im Lehrerzimmer wegen (oftmals unnoetigen) Komplikationen von oben oft gedrueckt. ICh war mit der Schule unter anderem im Sportmuseum, Ski fahren, bei einer Picasso-Ausstellung usw. Meine Unterrichtseinheit ueber Deutschland, bzw. eher Dithmarschen und meine Heimat gestallte sich schwierig, da ich sie in beiden zweiten Klassen durchfuehrte, mein Griechisch allerdings noch nicht gut genug ist, um alles ohne Komplikationen durchzufuehren. So war echt recht witzig, weil die KInder und ich schon des oefteren kommunikationsschwierigkeiten hatten, aber im Endeffekt hat alles super geklappt und die Kinder schnippelten mit Freude in den Tourisachen herum, die ich ihnen mitgebracht hatte und sie erstellten in gruppen Plakate, die nun ihre Klassen schmuecken. Danach wollten sie viele Dinge wissen, wie zum Beispiel, ob wir in Deutschland denn ueberhaupt Glaeser haben oder wie wir trinken wuerden( ich konnte mir das Lachen schwer verkneifen) oder ob das Leben in Deutschland schoener sei und warum. Das Schuljahr neigt sich leider viel zu schnell dem Ende, und mittlerweile kann ich schon fast die Tage zaehlen, die mir noch bleiben. Schade. Dass es in den Endspurt geht, merkt man vor allem daran, dass viele Kollegen hektisch werden, weil sie entweder fuer die Abschlussfeier Dinge vorbereiten oder weil sie ihren Stoff nicht durchbekommen. Naechste Woche findet mein interkultureller Tag statt, an dem Freunde aus verschiedenen Laendern von mir, mit in die Schule kommen werden um die Schule "kennen zu lernen". Ich bin deswegen schon ein wenig gestresst, weil viele meiner Freunde hier demnaechst Pruefungen haben oder arbeiten muessen und hatte es mir eigentlich anders vorgestellt, aber das wird schon...
Ich bin gespannt, was sich in den letzten Wochen hier noch ergeben wird, es sind noch tolle Ausfluege geplant und das so gross vorbereitete Abschlussfest wird bestimmt auch super...

Donnerstag, 8. Mai 2008

katastrophaler Dienstag

Bereits als ich am Dienstag aufstand, war ich schlecht gelaunt, da es regnete und ich mal wieder wenig geschlafen hatte, da ich noch ewig mit Elza und Loulou in der Kueche gesessen hatte und gequatscht hatte. Als ich dann das Haus verlies regnete es noch mehr, was meine Stimmung nicht gerade verbesserte, da ich hier weder eine Regenjacke noch einen Regenschirm habe. Bis zum Bus war ich dann schon durchnasst und froh, endlich im waremn, stickigen Bus zu sitzen. Ich wunderte mich ein wenig, weil auf der Anzeige etwas auf Griechisch stand, was ich leider nicht verstand. Als ich dann am Hauptbahnhof ankam um in den Bus nach Kordelio zur Schule umzusteigen, regnete es noch staerker. Schoen... Dann setzte ich mich neben die Haltestelle an der der Bus nach Kordelio fahren sollte. Leider war der Bus noch zu, was selten vorkommt und mich bei dem Wetter wunderte. Normalerweise faehrt der Bus alle 9 Minuten, so dass ich nach 15 Minuten begann mich zu wundern, zumal ueberall Busfahrer standen und kaum Busse fuhren. Nach 20 Minuten war ich schon ein wenig angenervt, weil es in Stroemen regnete, und es echt kalt wurde. Hinzu kam, dass vor allem Zigeuner und PEnner rumhingen und kaum 'normale' Leute. Unheimlich. Nach 25 Minuten war ich so entnervt, dass ich einen der Busfahrer fragte. Mein Griechisch verstand er und verstand zudem, was ich wollte, allerdings verstand ich ihn nicht, da er sehr schnell und undeutlich sprach und kein Englisch konnte. Also zum naechsten Busfahrer. Der konnte dann Gott sei Dank Englisch und erklaerte mir, dass von 9-13 Uhr keine Busse fahren wuerden, da ein Busfahrer vor 2 Tagen von einem Drogenabhaengigem im Bus erschossen wurde und heute die Beerdigung stattfinden sollte. Ich war bedient. Also lief ich zur Strasse um eines, der sonst zahlreichen Taxen anzuhalten. Leider waren alle voll oder fuhren in andere Richtungen, da bereits Leute drinsassen( hier nehmen die Taxen unterschiedliche Leute mit um doppelt zu kassieren). Nach ner halben Stunde hatte ich mich dann mit meinen wenigen Griechischkenntnissen endlich durchgekaempft und ergatterte ein Taxi, das schon besetzt war und daher noch vorher woanders hinfuhr. Als ich dann endlich in der Schule ankam, war meine erste Stunde natuerlich bereits vorbei, ich hatte vorher Bescheid gesagt. Da ich Uta und Daniel vom Flughafen abholen musste, haette ich mir auch dorthin wohl ein Taxi nehmen muessen, da die Busse dorthin auch nicht fuhren. Super.... Gott sei Dank nahm Roula, eine Kollegin aus der Schule, sich die Zeit und den Umweg in Kauf und fuhr mich zum Flughafen, wo ich Uta und Daniel abholte, die sich auf Sonne und 30 Grad eingestellt hatten und bei 15 Grad und Regen ankamen. Gott sei Dank ist das Wetter heute wieder besser, so dass wir heute zur Akropolis gehen koennen....

Montag, 5. Mai 2008

Peloponnes

Schon wieder eine Woche vergangen. Die Zeit rennt einfach! Seitdem Sina letzten Montag angekommen ist, ist soviel passiert. Am Dienstag und Mittwoch zeigten Julia und ich ihr die Stadt, wanderten über den Markt und tranken an der Akropolis mit Ausblick auf die Stadt Kaffee. Es war super Wetter, so dass wir am Donnerstag beschlossen, mal einen Faulenztag auf dem Balkon einzulegen.
Elza und ich überlegten, was wir am Wochenende machen wollen würden und kamen auf die Idee zum Peloponnes zu fahren, wovon die anderen sofort begeistert waren. Am Freitag morgen gings früh los und nach 9 Stunden Fahrt über Larissa, Lamia, Athen und Korinth erreichten wir endlich Nafplio. Nafplio war wunderschön nur leider waren wir alle wegen der anstrengenden Fahrt sehr kaputt. Wir fuhren dann nach Tolos, wo uns Daffy empfohlen hatte zu übernachten. Elza und Lulu schliefen im Auto, während Julia, Sina und ich im Zelt schliefen, was wir erst um 6 uhr abends bei Lidl gekauft hatten. Es war recht klein(1,20m x 2m) und ich schlief freiwillig in der Mitte, was sich als recht eng erwies, da ich endweder Sina oder Julia oder beide sehr dicht an mir hatte, so dass sich das Schlafen als recht schwierig erwies. Morgens frühstückten wir dann gemütlich am Strand und Julia und ich badeten. Wir fuhren nach Mykene, eine der bedeutendsten Städte Griechenlands in der vorklassischen Zeit. Dort ist die obere Stadt ausgegraben und es gibt Rest des mykenischen Palastes. Vor allem Julia war völlig außer Rand und Band und es war interessant, wieviel sie uns erzählen konnte. Dann gings weiter durch die Serpentinen nach Githio, im Süden des Peloponnes. Die Fahrt dauerte insgesamt 6 Stunden und dank dem waghalsigen Fahrtstil der Griechen war es auch recht interessant. Die Landschaft war wunderschön, aber wir waren wohl alle recht froh als wir kaputt in Githio ankamen und so tranken wir abends noch ein Bier und gingen dann schlafen. Der Campingplatz war voller deutscher Rentner, was ich leider mehrmals vergaß und zu einigen witzigen Situationen führte, da mir nicht bewußt war, dass alle verstanden, was wir sagten. Morgens gings dann weiter nach Davos zu den Tropfsteinhöhlen. Die Landschaft war wunderschön und wir fuhren mit einem kleinen Boot und einem Ruderer durch die Höhle. Leider erwies sich der Ruderer als absoluter Anfänger, was sich als sehr lustig erwies, da die Durchfahrt sehr eng war und die Decke sehr tief und wir insgesamt 3 Mal überholt wurden und so einige Crashs bauten. Zudem saß vorne im Boot ein dicker, kleiner Grieche mit Fahne, der den armen Mann wohl anlernen sollte, allerdings ihn eher verwirrte.
Danach gings zurück über Sparta, Tripoli, Korinth, Athen usw. nach Thessaloniki, wo wir dann erschöpft um 1 nachts ankamen, bevor Sina heute nachmittag flog und ich wieder zur Schule musste...

Mittwoch, 30. April 2008

Ostern

Am Wochenende war hier Ostern. Schon am Freitag war Thessaloniki wie ausgestorben. Samstag abend gingen wir dann in die Agia Sofia zum Gottesdienst, von dem ich leider nicht viel verstand, der aber trotzdem sehr interessant war. Am Ende des Gottesdienstes stürmten alle nach vorne, um die Kerze, die sich jeder spätestens am Eingang zur Kirche gekauft hatte, um sich das heilige Licht zu holen. Dann ging es vor die Kirche, wo überall, selbst auf den Balkons, Leute mit Kerzen standen. Die Stimmung war wirklich sehr schön. Dort wurde dann noch gepredigt und dann gingen alle mit ihren angezündeten Kerzen nach Hause. Sonntag morgen machten wir ein Osterfrühstück und genossen den Tag. Ostern mal anders war sehr schön.

Mittwoch, 23. April 2008

Vergina, Veria und andere Dinge

Hui, seit dem letzten Beitrag ist wirklich viel Zeit vergangen und hätte Anne mich nicht darauf hingewiesen, hätte es wohl auch noch gedauert, bis ich mich daran erinnert hätte. Es passiert einfach zu viel und oft bin ich einfach auch zu faul.
Wo fange ich an? Der Sprachkurs findet noch immer drei Mal die Woche statt und durch den Sprachkurs habe ich auch Alex, Julia und Vivien, meine Mädels aus Würzburg, die hier Erasmus machen, kennengelernt und mit denen ich wohl mittlerweile fast alles, bzw. eigentlich alles mache. Sie wohnen circa 10 Minuten von meiner Wohnung entfernt zusammen und eigentlich wohne ich fast nur noch dort und bin kaum noch zuhause. Auch mit den Leuten aus dem Sprachkurs mache ich einiges, oft trinken wir nur einfach nen Kaffee und quatschen über irgendetwas, da jeder ein interessantes Leben hat, wie zum Beispiel die Schottin, die 3 Jahre im Vietnam gewohnt hat, usw..
Zwischendurch gucken wir 4 Mädels uns Griechenland mit seinen schönen und weniger schönen Ecken an. Wir waren in Vergina am Grab Philip II., Vater Alexander des Großen. Da die Mädels alle drei Archäologie studieren, gucke ich mir vor allem archäologische Dinge an, die vor allem hier in Griechenland, sehr interessant sind. Heute waren wir in Agora und haben uns ein altes Theater angeschaut. Auch das archäologische Museum war sehr interessant, Wahnsinn, was vor so vielen Jahren schon alles geschaffen wurde und dass unter Thessaloniki noch eine ganze Stadt liegt.
In Meteora gibt es Klöster, die riesigen Felsen, was mich total beeindruckt hat. Wir haben uns an dem Tag ein Auto gemietet und sind über Larissa und Trikala nach Meteora gefahren. Auf dem Rückweg waren wir noch am Strand. Zwischen Larissa und Trikala liegt Farkadona, das Dorf aus dem Vaggelis kommt und deswegen drehten wir auf dem Rückweg eine kleine Runde durchs Dorf und trafen zufällig seinen Bruder, was echt witzig war.
Im Moment sind Osterferien, am Wochenende ist Ostern mit einem riesigen Gottesdienst, den wir uns mit Sicherheit anschauen werden. Es ist wunderbar, Ferien zu haben, weil jetzt endlich dazukommen, viel zu sehen. Das Wetter ist super, es ist wirklich warm geworden.
Ich merke gerade beim Schreiben, wieviel in letzter Zeit passiert ist und mir wird bewußt wie schwer es ist, alles in Worte zu fassen. Ich habe so viele Leute kennengelernt, viel gesehen und bin jetzt schon ein wenig traurig, dass ich in 8 Wochen schon wieder zuhause bin und die Zeit rum ist und vor allem, dass ich noch immer so wenig Griechisch kann. Am 7.Mai ist der Abschlusstest des Griechischkurses, Montag kommt Sina mich besuchen, danach Uta und Anhang, ich fahre noch nach Athen, Korfu, vielleicht Kreta, Istanbul und dann ists auch schon vorbei...